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So verhindern Sie, dass sich Ihr Zahnimplantat entzündet


Bild: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn

Klassische Zahnerkrankungen wie Karies oder eine Zahnnerventzündung kann ein Implantat nicht bekommen. Künstlichen Zahnwurzeln droht allerdings eine andere Erkrankung: Periimplantitis heißt sie. 

Dabei sorgen Bakterien dafür, dass sich das Gewebe rund um das Implantat entzündet. Das kann sich etwa durch Jucken bemerkbar machen, so der Zahnarzt Jochen Schmidt vom Kölner Carree Dental. Als weitere Anzeichen nennt das Universitätsklinikum Bonn unter anderem: 

  • Schwellungen
  • Blutungen 
  • unangenehmer Mundgeruch

Tückisch: Im frühen Stadium bleibt eine Periimplantitis meist unbemerkt. Die Entzündung ist aber alles andere als harmlos. Mit der Zeit kann sie nämlich den Kieferknochen angreifen und schädigen, wie Zahnarzt Jochen Schmidt warnt. Mit unschönen - und auch teuren - Folgen: Das Implantat verliert dann seinen Halt. 

Warum auch Zahnimplantate gründliche Pflege brauchen

Immerhin: Wer ein Zahnimplantat hat, kann etwas tun, um sich vor einer Periimplantitis zu schützen. Ein besonders wichtiger Hebel ist, das Implantat gründlich zu putzen, um es von Bakterien zu befreien, die Entzündungen auslösen können. Dazu gehört laut dem Uniklinikum Bonn auch die Reinigung der Zahnzwischenräume etwa mit Interdentalbürstchen oder Zahnseide. 

Wichtig ist auch, die Kontrolluntersuchungen in der Zahnarztpraxis wahrzunehmen. Durch Röntgenaufnahmen etwa lassen sich Entzündungen rund um künstliche Zahnwurzeln schon frühzeitig erkennen. 

Mangelnde Zahnhygiene ist Jochen Schmidt zufolge übrigens nicht der einzige Risikofaktor für eine Periimplantitis. Auch Rauchen, Stress und hormonelle Veränderungen können die Entstehung der Erkrankung begünstigen.

Jucken kann auch andere Auslöser haben

Wer das Gefühl hat, dass ein Zahnimplantat bereits Probleme macht, sollte zeitnah in der Zahnarztpraxis abklären lassen, was genau dahintersteckt. 

Juckende Implantate können auch andere Auslöser als eine Periimplantitis haben - etwa eine allergische Redaktion auf ein Material oder eine schlecht sitzende Krone auf dem Implantat. 

Lautet die Diagnose Periimplantitis, entfernt der Zahnarzt oder die Zahnärztin - je nach Schweregrad auch chirurgisch - die Keime von den Oberflächen des Implantats und behandelt auch das benachbarte Gewebe.


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(07.04.2026)


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